Warum Sie Laub und Fallobst nicht auf dem Komposthaufen entsorgen sollten!

Der September hat begonnen und somit die Erntezeit für viele Obstsorten und Früchte. Hinzu kommen die ersten größeren Mengen Laub, das von den Bäumen fällt, aber auch Fallobst, um welches sich Gärtner zeitnah kümmern sollten. Somit gibt es nicht nur viel zu tun mit der Verarbeitung von reifen Früchten, sondern gleichzeitig auch mit herabfallenden Blättern und Obst. Im Folgenden erfahren Sie, warum Laub und Fallobst aus dem Garten verbannt und nicht, wie viele Leute glauben, einfach auf dem Komposthaufen entsorgt werden sollte.

Schädlinge und Pilzerkrankungen durch Fallobst halten sich bis in das nächste Jahr

Die Gründe für Fallobst sind zum einen, dass Bäume die besonders viele Früchte Tragen, die Last nicht bis zur Ernte tragen können und einige Früchte vorzeitig vom Baum fallen oder zum anderen von Schädlingen wie Würmern besiedelt wurden, die das Obst zum verfrühten Abfallen bringen. Ein weiterer Grund kann der Pilzbefall von Bäumen sein. Wer hier nicht unterscheidet und das gesamte Fallobst zusammenkehrt, um es auf dem Komposthaufen zu entsorgen, erhöht die Gefahr, dass Schädlinge und Pilze überleben und im schlimmsten Fall den ganzen Garten infizieren. Zudem ist es zu empfehlen, Fallobst sofort einzusammeln, denn das gefallene Obst bietet einen hervorragenden Nährboden für Erreger und Insekten. Je länger es dort liegt, um so stärker werden der Befall und die Vermehrung im Garten noch gefördert. Von offenen Sammelstellen, auf denen das Obst zusammengetragen wird, ist ebenfalls abzuraten.

Wohin also mit Fallobst und Laub?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten mit dem Fallobst zu verfahren. Da die heruntergefallenen Früchte, durch die entstanden Druckstellen, schneller verderblich sind, ist eine schnelle Weiterverarbeitung nötig. Sofern das Obst nicht von Schädlingen, Pilzen oder Viren befallen ist, eignet es sich hervorragend für die Herstellung von Saft, Most oder Gelee. Dies funktioniert besonders gut bei Äpfeln und Birnen. Eine weitere Option ist das Vergraben der nicht befallenen Früchte in Gemüsebeeten, wo es als natürlicher Dünger fungiert. Dabei sollte das Obst mindestens einen halben Meter tief vergraben werden, das es im folgenden Jahr einen idealen Nährboden, für beispielsweise Kartoffeln, ergibt. Das Entsorgen von Fallobst auf dem Kompost ist nicht gänzlich zu vermeiden, hier ist die Menge entscheidend. Wichtig ist hier, nur kleine Mengen mit einer guten Mischung aus Laub und anderen organischen Materialien zu mischen. Nur so kann der Verrottungsprozess ordentlich funktionieren und Temperaturen erreicht werden, die Pilze, Viren und andere Schädlinge abtöten. Doch auch hier ist zu beachten, welche Arten von Erregern vorliegen, denn einige Pilze und Viren sind hitzebeständig und können sich trotzdem ausbreiten. Ähnliches gilt für Laub. Nur Laub von gesunden Bäumen und in angemessener Menge dürfen auf den Kompost. Es ist auch zu empfehlen, die gefallenen Blätter regelmäßig zusammenzukehren, um den Nährboden für Erreger und Insekten zu nehmen. Die meisten Blattpilze sind zwar relativ harmlos und sterben auf dem Kompost ab, doch einige Arten oder auch Viren sind deutlich hartnäckiger. Befallene bzw. kranke Blätter sollten demnach aus dem Garten verbannt werden. Entsorgen Sie in jedem Fall herabfallende Früchte und auch Blätter, die von kranken Bäumen fallen, gänzlich, um es aus dem Garten zu verbannen. Die sicherste Entsorgung bietet hier die Müllabfuhr bzw. Die Biotonne.

Fallobst und Laub sind ganz natürlich

Solange, das gefallene Obst gesund ist, sollte es in jedem Fall zeitnah weiterverarbeitet werden. Werden die schlechten Stellen weggeschnitten, eignet es sich hervorragend für Obstsäfte, Kompott- und Kuchenrezepte. Nur befallenes Obst und Laub sollte aus dem Garten gänzlich verbannt werden und der Kompost ist nur für kleinere Mengen Blätter und Früchte ein geeigneter Ort für die Entsorgung. So starten Sie unter idealen Bedingungen in die neue Saison.

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